Test & Erfahrungsbericht

Blockpit Erfahrungen 2026: Test, Kosten und ehrliches Fazit

Blockpit ist der größte Krypto-Steuer-Anbieter im DACH-Raum — und der mit dem ungewöhnlichsten Preismodell: statt Abo kaufst du jeden Steuerjahr-Report einzeln. Wir haben ein Konto angelegt, eine Börse angebunden und uns Preise, Stärken und die wiederkehrenden Kritikpunkte angesehen.

Kurz-Fazit

Die modernste Oberfläche unter den Steuer-Tools und die beste Reputation — der Verbindungsvorgang ist schlanker als bei der Konkurrenz. Im Test fiel allerdings die eingebettete Anleitung aus, und genau dann nützt die schönere Oberfläche wenig. Dazu zahlst du pro Steuerjahr einzeln, wartest beim Support mitunter lange und findest manche Funktion inzwischen im Plus-Abo.

Passt für Einsteiger und Anleger, die einen geführten, einfachen Weg zum Report wollen
Passt nicht für Vieltrader mit langer Historie über mehrere Steuerjahre — die Einzellizenzen summieren sich
Preis Report ab 49 € pro Steuerjahr · Portfolio kostenlos

Auf einen Blick

Was ist Blockpit?

Blockpit kommt aus Linz in Österreich und ist seit 2017 am Markt. Ende 2023 übernahm das Unternehmen den Schweizer Wettbewerber Accointing und wurde damit zum größten Anbieter für Krypto-Steuerreports im deutschsprachigen Raum. Nach eigenen Angaben unterstützt die Plattform über 160 Börsen, 190 Blockchains und 2.500 Apps; länderspezifische Reports gibt es unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Das Preismodell: Einmalkauf statt Abo

Hier unterscheidet sich Blockpit grundlegend von CoinTracking. Das Portfolio-Tracking ist kostenlos — bezahlt wird erst, wenn du einen Steuerreport erzeugen willst. Und zwar einmalig pro Steuerjahr, gestaffelt nach Transaktionen:

LizenzTransaktionenPreis (einmalig, pro Steuerjahr)
Small5049 €
Medium1.00099 €
Large3.000149 €
X-Large10.000229 €
XX-Largeüber 10.000549 €
Der Haken am Einmalkauf: «Einmalig» bezieht sich auf ein Steuerjahr, nicht auf dich als Kunden. Wer 2024, 2025 und 2026 deklarieren muss, kauft drei Lizenzen. Dazu kommen optionale Kosten: Blockpit Plus für 3,99 €/Monat (Zusatzfunktionen) und der Source-of-Funds-Nachweis für 19,99 € je Report. Ob das günstiger ist als ein Abo-Modell, hängt komplett von deiner Situation ab — pauschal lässt sich das nicht sagen.

Im Praxistest

Wir haben ein kostenloses Konto angelegt und Bybit per API angebunden. Drei Beobachtungen aus dem Durchlauf, die in kaum einem Testbericht stehen:

Blockpit Onboarding: Auswahl der Integrationen mit Suche über Börsen, Wallets und Blockchains
Das Onboarding führt in drei Schritten (Country → Portfolio → Overview) durch die Einrichtung. Die Integrationsauswahl ist groß: Börsen, Wallets, Blockchains und sogar andere Tax-Tools als Import-Quelle.
Blockpit: Dialog zum Anbinden von Bybit per Read-only-API-Schlüssel
Bybit-Anbindung per Read-only-API. Wie CoinTracking führt auch Blockpit ByBit und ByBit EU getrennt — nach der MiCAR-Migration wählst du den EU-Eintrag. Der Dialog selbst ist schlanker als bei der Konkurrenz.
Blockpit: Overlay mit der Anleitung zum Bybit-API-Import, das im Test nicht geladen hat
Und hier der Bruch: Die eingebettete Anleitung «How to import data via Bybit API key?» blieb im Test bei Platzhaltern stehen — sie lud schlicht nicht.
Blockpit bestätigt die hinzugefügte Bybit-Integration und fragt nach weiteren Quellen
Nach dem Verbinden fragt Blockpit konsequent nach weiteren Quellen — richtig so: Für korrekte Steuerberechnung müssen alle Wallets und Börsen rein, sonst entstehen Lücken.
Blockpit Dashboard mit Integrations-Tab, Bybit-Sync und Hinweis auf Mismatched Balances
Das Dashboard nach dem ersten Sync. Zwei Details: der automatisch aktivierte 14-Tage-Trial für Blockpit Plus (Countdown oben) — und die Meldung «Mismatched Balance (2)», die zeigt: Abgleicharbeit gibt es bei jedem Tool.

Der Gesamteindruck: Blockpit fühlt sich an wie eine moderne Fintech-App — geführt, aufgeräumt, mit klarer Nutzerführung. Der Verbindungsvorgang selbst ist schlanker als bei CoinTracking.

Genau hier zeigt sich aber ein interessanter Unterschied in der Philosophie. CoinTracking schreibt die Anleitung statisch auf die Import-Seite — fünf Schritte, die freigegebene IP, der Hinweis auf Nur-Lesen-Rechte, alles direkt sichtbar. Blockpit lädt seine Anleitung dynamisch in ein Overlay — und in unserem Test lud sie nicht. Wer den Vorgang zum ersten Mal macht, steht dann ohne Hilfe da. Unser Test gelang nur deshalb reibungslos, weil die CoinTracking-Anleitung vorher bekannt war.

Das ist die eigentliche Lehre aus dem Vergleich: Mehr Politur nützt wenig, wenn die Hilfe im entscheidenden Moment ausfällt. Dazu kommen zwei Kleinigkeiten: Die Oberfläche lief im Test auf Englisch, und der Plus-Trial aktiviert sich ungefragt — wer das Zusatz-Abo nicht will, sollte den Countdown im Blick behalten.

Die wiederkehrenden Kritikpunkte

Bei einer Trustpilot-Wertung von 4,4 von 5 gibt es wenig Grund zur Panik — Blockpit hat die beste Reputation im Feld. Drei Punkte tauchen in kritischen Bewertungen aber immer wieder auf:

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Moderne, aufgeräumte Oberfläche — der größte Kontrast zu CoinTracking
  • Einmalkauf pro Steuerjahr: kein Abo, das weiterläuft
  • Portfolio-Tracking dauerhaft kostenlos, unbegrenzte Integrationen
  • Automatische DeFi-Erkennung: Swaps, Staking, Lending, Yield Farming
  • Länderspezifische Reports für DACH — auch für die Schweiz
  • Trustpilot 4,4 aus 957 Bewertungen — die breiteste Bewertungsbasis im Feld

Nachteile

  • Jedes Steuerjahr kostet eine eigene Lizenz — bei mehreren Jahren summiert sich das
  • Support hilfsbereit, aber unterbesetzt: Wartezeiten von einer Woche kommen vor
  • Blockpit Plus (3,99 €/Monat) wurde während laufender Lizenzen eingeführt — Funktionen hinter Zusatz-Abo
  • Accointing-Migration lief holprig: Probleme bei Asset-Zuordnung und NFT-Wallets
  • Weniger Berechnungsmethoden als CoinTracking
  • Oberfläche im Test englischsprachig
  • Eingebettete Import-Anleitung lud im Test nicht — Hilfe steckt im Overlay statt fest auf der Seite

Blockpit oder CoinTracking?

Die Kurzform: Blockpit für Einfachheit, CoinTracking für Kontrolle. Blockpit gewinnt bei Oberfläche, Onboarding und Reputation; CoinTracking bei Importquellen (400+), Berechnungsmethoden (14, inklusive AVCO für Österreich) und der Historie seit 2012. Beim Preis entscheidet dein Profil: ein Steuerjahr mit wenigen Transaktionen ist bei Blockpit günstig, mehrere Jahre mit vielen Transaktionen sprechen fürs Abo-Modell. Details zum Wettbewerber im CoinTracking-Test, die Gegenüberstellung mit Preisrechnung für mehrere Steuerjahre in Blockpit oder CoinTracking — der direkte Vergleich.

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Häufige Fragen

Ist Blockpit kostenlos?

Das Portfolio-Tracking ja — mit unbegrenzten Integrationen, DeFi- und NFT-Unterstützung. Bezahlt wird erst der Steuerreport: einmalig pro Steuerjahr, ab 49 Euro für 50 Transaktionen. Beim Anlegen des Kontos aktiviert sich zusätzlich ein 14-tägiger Trial für Blockpit Plus automatisch.

Was kostet ein Blockpit-Steuerreport?

Der Preis hängt an der Transaktionszahl des Steuerjahres: 49 Euro bis 50 Transaktionen, 99 Euro bis 1.000, 149 Euro bis 3.000, 229 Euro bis 10.000 und 549 Euro darüber. Wichtig: Jedes Steuerjahr braucht eine eigene Lizenz.

Blockpit oder CoinTracking — was ist besser?

Kurz: Blockpit ist einfacher und hübscher, CoinTracking mächtiger und flexibler. Blockpit punktet mit Oberfläche und Reputation, CoinTracking mit 400+ Importquellen und 14 Berechnungsmethoden. Der Preisvergleich hängt komplett davon ab, wie viele Jahre und Transaktionen du abdecken musst — beim Einmalkauf-Modell von Blockpit zahlst du pro Steuerjahr, beim Abo von CoinTracking pro Nutzungsjahr.

Unterstützt Blockpit die Schweiz und Österreich?

Ja. Blockpit liefert länderspezifische Steuerreports unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz — als österreichisches Unternehmen ist der Heimmarkt naturgemäß gut abgedeckt.

Was ist mit meinem alten Accointing-Konto?

Blockpit hat Accointing Ende 2023 übernommen und eine Migration angeboten. In der Praxis berichteten Nutzer von Problemen bei der Datenübernahme — vor allem bei Asset-Zuordnungen, Labels und NFT-Wallets. Wer migriert hat, sollte die übernommenen Bestände gegen die Originalquellen prüfen.

Weiterlesen

Quellen

  1. Blockpit — Preisübersicht — Pakete und Limits, abgerufen am 20.08.2026
  2. Trustpilot — Bewertungen zu Blockpit — 4,4 von 5 Sternen aus 957 Bewertungen, abgerufen am 21.08.2026
  3. Eigener Test — Konto angelegt, Bybit per API angebunden, Portfolio-Sync durchgeführt (20.08.2026). Der kostenpflichtige Report wurde nicht erworben — die Preisangaben stammen von der offiziellen Preisseite.